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Abwärtsspirale

Ich wurde auf den Beitrag Homeoffice als Chance verstehen angesprochen und gefragt, wie es sich verhalten würde, wenn nichts passiert. Sprich, die Menschen dürfen ins Homeoffice, es wird aber genau so weitergearbeitet wie zuvor auch.

Vor einiger Zeit hatte ich ein Video aufgenommen. Am Beispiel vom Homeoffice habe ich dargestellt, wie sich ein Unternehmen verändert.

Positive Auswirkungen von Homeoffice auf das Unternehmen

Nun wurde ich auf diesen Beitrag angesprochen und gefragt, wie es sich verhalten würde, wenn nichts passiert. Sprich, die Menschen dürfen ins Homeoffice, es wird aber genau so weitergearbeitet wie zuvor auch.

Auswirkungen

Anhand meines Canvas „Auswirkungen“ gehe ich einmal auf die vier Kernbereiche Kultur, Kunde, Innovation und Prozesse ein. In der nachfolgenden Gesamtübersicht sieht man bereits, dass sich etwas am Unternehmen verändert. Es wird aber nicht besser. Im Gegenteil, die Auswirkungen von fehlender Arbeit am Unternehmen wirkt sich negativ auf das gesamte Unternehmen aus.

Negative Auswirkungen – wenn nicht am Unternehmen gearbeitet wird.

Dies wird sich dann auch in den Werten bemerkbar machen. Und letzten Endes wird auch die Strategie darunter leiden. Schauen wir uns aber die einzelnen Perspektiven an.

Kultur

Homeoffice, aber es wird genauso wie vorher auch weitergemacht. Das klappt aber nicht. Die Menschen treffen sich nicht mehr persönlich, es findet also kein Austausch mehr untereinander statt. Zumindest nicht mehr der zufällige Austausch (bspw. bei einem Kaffee). Wenn hier nicht geplante Freiräume gegeben und Aktivitäten (bspw. digitaler Kaffee) forciert werden, wird sich die Kultur zurückziehen. Die Menschen treffen sich nur noch online zu zielgerichteten Meetings. Teambuilding fehlt und der informelle Austausch auch. Wenn hier nichts getan wird, wird hier der Anfang eine negativen Spirale sein.

Kunden

Wenn die Kultur eines Unternehmens sich vom menschlichen Miteinander entfernt, wird sich dies auch immer auf die Kunden auswirken. Die Frage eines Kunden mit einem Lächeln im Gesicht beantworten? Über die Frage hinaus etwas für diesen Kunden machen? Wohl eher nicht. Es wird, analog zu den Meetings, zielgerichtet gearbeitet werden. Heißt auch, dass die Motivation und persönliche Laune nicht auf dem möglichen Höchstpunkt ist. Das merken auch Kunden. Damit läuft auch eine enge Kundenbindung Gefahr sich zu lösen.

Innovation

Wenn die Arbeit nur noch zielgerichtet erfolgt (wie auch die Meetings es ja vorgeben) und dann noch kein Freiraum für Austausch untereinander ist, fehlen andere Blickwinkel. Es fehlt die Motivation sich über andere Bereiche Gedanken zu machen. Daher werden auch Innovationen weniger, bzw. gar nicht mehr vorhanden sein. Der Bereich wird stark zurückgehen.

Prozesse

Wenn alle anderen Bereiche zurückgehen, wird es mehr Prozesse geben. Denn wenn die Motivation sinkt und Arbeit nur noch zielgerichtet erledigt wird, wirkt es so, als wenn es an den – nun offenbarten – Prozessen liegt. Dies ist aber ein Trugschluss. Menschen neigen gerne dazu, dem Unbekannten mit etwas Vertrautem zu begegnen. Und ein organisierter Prozess fühlt sich vertraut und nach Kontrolle an. Die Symbiose mit der Kultur wird hier oftmals nicht erkannt. Die Spirale dreht sich also immer weiter!

Zeit

Natürlich wird das nicht in zwei Wochen passieren. Es ist ein schleichender Vorgang. Aber die negative Spirale ist viel schneller als die positive Veränderung. Denn Menschen verlieren Vertrauen in das Unternehmen und die Mitmenschen. Dies ist ein schwerer und wichtiger Punkt. Daher sollte sehr schnell etwas getan werden. Eine positive Veränderung benötigt mindestens sechs Monate – ein negativer Trend dagegen nur ein paar wenige Wochen.

Am Unternehmen arbeiten

Es ist also sehr wichtig, dass am Unternehmen gearbeitet wird. Inzwischen gibt es viele Ideen, um auf diesen speziellen Fall (Homeoffice) einzuwirken. Prinzipiell sei auf Offenheit, Transparenz und die Einbeziehung der Mitarbeiter:innen hingewiesen! Also am besten damit beginnen, die Mitarbeiter:innen zu fragen (und zuzuhören), gemeinsam Lösungen entwickeln und schlussendlich auch umsetzen.

Und ein sehr wichtiger Punkt: auch Fehler dürfen passieren. Denn was zählt ist Fortschritt, nicht Perfektion!

1 Kommentar zu “Abwärtsspirale

  1. Pingback: Home Office beginnt im Kopf – Veraenderung Starten

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