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Virtuelles Weihnachten

In Unternehmen fangen so langsam die Weihnachtsfeiern an, man sitzt gemütlich zusammen, isst, trinkt, hat vielleicht noch ein Unterhaltungsprogramm und lässt es sich im Restaurant einfach zusammen gut gehen. Moment, das war ja 2019 so. Dieses Jahr ist ja alles anders!

Überraschenderweise ist bald wieder Weihnachten. Spoiler: am 24. Dezember.

In Unternehmen fangen so langsam die Weihnachtsfeiern an, man sitzt gemütlich zusammen, isst, trinkt, hat vielleicht noch ein Unterhaltungsprogramm und lässt es sich im Restaurant einfach zusammen gut gehen. Moment, das war ja 2019 so. Dieses Jahr ist ja alles anders!

Aktuelle Situation

Die Restaurants haben zu, Hygienekonzepte müssen/sind erstellt worden und Menschen müssen geschützt werden. Viele Menschen, gemeinsam in einem Raum ist nicht möglich. Also fällt Weihnachten, bzw. die Weihnachtsfeier in Unternehmen nun ins Wasser?

Wenn man als Unternehmen nicht erfinderisch ist, oder auf erfindungsreiche Anbieter stößt (sucht mal im Internet (mit Ecosia) nach „Weihnachtsfeier Corona Ideen“), dann könnte es schwierig werden. In den letzten Tagen hatte ich dazu mehrere Gespräche. Von drei Unternehmen habe ich konkrete Pläne erhalten aus denen ersichtlich wird, dass es eben auch unter anderen Voraussetzungen klappen kann.

Und keine Sorge, falls ihr selbst noch keine Idee habt. Vielen Unternehmen mit denen ich gesprochen hatte geht es genauso! Also alles gut. Ihr müsst ja nicht noch für 500 Leute ein Restaurant finden. Vielleicht lasst ihr euch hier inspirieren.

1. Gemeinsam Essen

Die erste Weihnachtsfeier ist tatsächlich ein gemeinsames Essen. Dazu wurden einige Voraussetzungen geschaffen:

  • Aufteilung der Mitarbeiter*innen auf Gruppen (Auslosung)
  • Vergabe von Essenszeiten für die Gruppen
  • Raumkonzept mit möglichem Hygienekonzept umsetzen (intern)

Vorteil

Vorteil ist hier oft, dass die vorhandene Infrastruktur (bspw. Kantine) genutzt werden kann. Die Menschen sind im vertrauten Umfeld.

Nachteil

Es erfolgt kein gemeinsamer Austausch unter allen Mitarbeiter*innen. Zudem müssen Zeiten fest eingehalten werden. Auch kann dies nur dann durchgeführt werden, wenn die Infrastruktur vorhanden ist (Küche, Räumlichkeiten, Hygienekonzept, Personal, etc.).

Optionen

Persönlich empfehle ich hier noch einen Austausch zu den anderen „Gruppen“ zu schaffen. Bspw. könnte man vorher von allen Botschaften an andere ausrichten lassen. Auch könnte man immer versuchen, dass die Aufteilung nicht zu unterschiedlichen Zeiten, sondern „nur“ an unterschiedlichen Orten besteht. Somit wäre eine Liveübertragung möglich.

2. Spieleabend

Ein anderer Ansatz ist ein Spieleabend. Das Unternehmen, welches dies durchführt, hat alle Mitarbeiter*innen zu einem Spieleabend eingeladen. Es wird dazu ein Spielepaket an alle vorher (und rechtzeitig) versendet (darin enthalten: Anweisung zum Spiel, Essen und Getränke und ein Geschenk). Der Spieleabend an sich wird moderiert und findet online statt. Alle Mitarbeiter*innen sind also im Homeoffice und können daran teilnehmen.

Die Spieler*innen finden sich dann in ausgelosten Teams zusammen und spielen gegeneinander. Abschließend gibt es eine Siegerehrung mit einer Preisverleihung.

Vorteil

Dies eignet sich super, wenn alle Mitarbeiter im Homeoffice sind. Es kann einfach geplant werden und unterschiedliche Menschen finden in spielerischer Art zueinander. Teambuilding, kennen lernen und Spaß stehen hier im Vordergrund.

Nachteil

Es muss gut geplant werden. Was soll in die Pakete, wann und wie sollen diese vorher versendet werden, wie ist der Ablauf und was passiert, wenn Spieler*innen nicht mitmachen? Es muss also auch gut moderiert werden und nicht langweilig werden.

Optionen

Alleine ein Spieleabend hat schon so viele Facetten und Optionen. Welche Art wird gewählt, wie erfolgt die Umsetzung, was wird mit gesendet? Dieses breite Spektrum lässt viel zu.

3. Gemeinsam kochen

Die Geschäftsleitung kocht zusammen ein 3-Gänge-Menü in einer Küche – dies wird live übertragen. Die Mitarbeiter*innen haben zu diesem Event ein Paket mit den Zutaten bekommen und können live von zuhause aus mitkochen. Die Mitarbeiter*innen sollten dazu auch am besten ihr Kochen live senden.

Vorteil

Alle können sich beteiligen und sich über ihre „Kochmissgeschicke“ austauschen. Es wird gemeinsam das gleiche Erlebnis erlebt und miteinander geteilt. Zudem ist die Logistik überschaubar: da immer gleiche Essenspaket mit Lebensmitteln (gekühlt, zerbrechlich, etc.) muss an verschiedene Teilnehmer zu einer bestimmten Zeit (oder kurz vorher) eintreffen.

Nachteil

Alle sind für sich alleine, d.h. es erfolgt zwar ein gemeinsames Erlebnis, der Austausch untereinander wird hier aber zu kurz kommen.

Wenn Menschen keine Affinität zum kochen haben, kann es eben sein, dass sich diese Menschen ausgeschlossen fühlen. Noch dazu hat nicht unbedingt jeder die gleichen Möglichkeiten (z.B. Ausstattung der Küche).

Optionen

Es könnten Teams gebildet werden, die eine Aufgabenstellung erhalten (bspw. den ersten Gang kochen). Dadurch lassen sich zahlreiche Varianten und Ergebnisse erarbeiten und die Zusammengehörigkeit wird gefördert.

Fazit

Auch in der aktuellen Zeit gibt es Möglichkeiten und Optionen. Es gibt auch zahlreiche Branchen und Wirtschaftszweige, die aktuell keine Auslastung haben (dürfen). Hier ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt um sich Gedanken über neue Kooperationen und Ideen Gedanken zu machen. Einen Künstler exklusiv bei sich live und online auftreten lassen ist eine eindeutige Win-Win-Situation. Denn momentan haben viele Künstler keine Einnahmen! Dazu vielleicht von einem Gastronomiebetrieb das Essen bestellen – oder wenn die Mitarbeiter verteilt im Homeoffice sind, Restaurants in der jeweiligen Nähe darum bitten. Denn genau das ist auch Weihnachten: Unterstützung unserer Mitmenschen.

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