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Alltag

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu - an und für sich kein Anlass für einen Beitrag. Wenn nicht dieses Jahr in jeglicher Hinsicht anders gewesen wäre. Ein Jahr geprägt von externen Einflüssen, Einschränkungen, Verzicht und weniger ist mehr.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu – an und für sich kein Anlass für einen Beitrag. Wenn nicht dieses Jahr in jeglicher Hinsicht anders gewesen wäre. Ein Jahr geprägt von externen Einflüssen, Einschränkungen, Verzicht und weniger ist mehr. Es hat sich viel verändert und es wird sich noch viel verändern. Muss das schlecht sein? Nein. Denn Veränderung hatten und haben wir schon immer. In diesem Jahr war es einfach eine beschleunigte Veränderung. Zum Ende des Jahres kann man nun die Zeit nutzen und das vergangene Jahr rekapitulieren. Und sich natürlich Gedanken über die Zukunft machen. Es ist also Zeit für ein wenig Reflexion.

Reflexion

Unsere Tage haben sich in den letzten Wochen oft sehr geähnelt: Aufstehen, Frühstück, Kind zur Kita, Arbeit, Kind von der Kita, Abendessen, mit Kind spielen und ab ins Bett. Soweit die kurze Zusammenfassung.

„Unser Alltag ist ihre Kindheit“

Als ein Spielabend einmal anstrengender war (ich war krank und die Tochter hatte als zeitliches Ziel zum ins Bett gehen scheinbar Mitternacht auserkoren), hatte meine Frau eine wunderbare Aussage getroffen: „Unser Alltag ist ihre Kindheit“. Bäm. Dieser Satz beschäftigt mich seitdem. Und er macht mir noch einmal mehr bewusst, dass es mehr gibt als Arbeit. Viel mehr als einen Alltag der daraus besteht, vor sich hin zu leben. Wir haben es in der Hand, bewusst unser Leben zu gestalten. Und haben Einfluss auf andere Menschen

Arbeitsalltag

Genau das begegnet mir sehr oft bei Menschen in Unternehmen: es herrscht Alltag. Es wird gearbeitet, es wird gelebt und es passiert so oft, dass Menschen ihrer Arbeit und ihrem Alltag nur nachgehen, weil sie müssen. Weil das so dazugehört. Aber bewusst im Alltag zu sein, das sehe ich nur selten.

Natürlich kann nicht jeder Tag etwas besonderes sein. Muss es auch nicht. Zumindest nicht in der Hinsicht, das jeden Tag etwas Großes, Aufregendes passieren muss. Es geht darum, dass man sich seiner Aufgaben, Tätigkeiten und Umgebung bewusst ist. Das eigene Handeln in der Arbeit hat einen Einfluss auf andere Menschen. Entweder direkt (wenn ich etwas nicht mache, muss es jemand anders machen) oder indirekt (oft merken es dann die Kunden).

Veränderung

Bewusstsein im Arbeitsalltag geht meist einher mit Veränderung. Das muss jetzt nicht bedeuten, dass als nächster Schritt direkt die Kündigung ansteht. Nein, es bedeutet vielmehr, dass ein bewusst erlebter Arbeitsalltag auch heißt, dass Aufgaben und Inhalte in Frage gestellt werden dürfen. Der Blick über den oft zitierten Tellerrand ist ein Teil dessen. Was machen meine Kolleginnen und Kollegen in meinem direkten aber auch erweiterten Umkreis? Was passiert dort und was hat das für Einflüsse, wenn ich etwas verändere?

Es müssen also keine bahnbrechenden Veränderungen sein. Lediglich das Bewusstsein zu haben reicht oft schon, um Veränderungen anzustoßen.

Appell

Mein Appel richtet sich zum Jahresende an alle Leser*innen: die Zeit zum Jahreswechsel zu nutzen, zu reflektieren und sich des eigenen (Arbeits-) Alltags bewusst zu werden. Wenn ihr Kinder habt, denkt an den obigen Satz: „Unser Alltag ist ihre Kindheit“. Schmiedet neue Pläne, verändert, habt Spaß, seid faul – aber seid euch dessen bewusst. Wenn im neuen Jahr der Alltag wieder beginnt, beginnt ihn bewusst. Denn der Alltag gehört zu eurem Leben dazu!

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