Allgemein Kunde

Ich bin Vertrieb

Auch ich muss ab und an Vertrieb machen. Normalerweise arbeite ich über Empfehlung oder durch meine Ansichten in Diskussionen, Blogbeiträgen, etc. Manchmal muss ich aber auch aktiv in den Vertrieb wechseln. Gerade aktuell hat Corona Kunden von mir sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und ich muss eben selbst aktiv werden. Hier geht es um meine persönliche Sichtweise zum Vertrieb.

Auch ich muss ab und an Vertrieb machen. Normalerweise arbeite ich über Empfehlung oder durch meine Ansichten in Diskussionen, Blogbeiträgen, etc.

Manchmal muss ich aber auch aktiv in den Vertrieb wechseln. Gerade aktuell hat Corona Kunden von mir sehr stark in Mitleidenschaft gezogen und ich muss eben selbst aktiv werden.

Bis Kunden zu Kunden werden, dauert es durchaus zwischen 3 und 12 Monaten. Da ich nicht so viele Kunden parallel habe (ich will mich ja auf die Menschen konzentrieren können), ist es also schwierig, wenn einzelne Zusammenarbeiten wegfallen oder lange brauchen.

Mehrwert mit Vertrieb

Momentan spreche ich Menschen an. Dies mache ich aber nicht im Prinzip von „hey, willst du etwas kaufen?!“ – sondern ich vermittle Mehrwerte. Dabei gibt es grundlegende Unterschiede zu Vertriebsorganisationen in Unternehmen:

  1. Selbstständigkeit
    Ich bin selbstständig und arbeite nur für mich. Also ist es auch ok, wenn Menschen nicht an mir, bzw. meiner Leistung interessiert sind. Und ich habe mich selbstständig gemacht, weil ich zu den Inhalten stehe, diese lebe und diese zu mir als Person gehören.
  2. Ziele
    Mein „Produkt“ bezieht sich auf mein Lebensziel. Heißt entsprechend, dass ich zwar auch von etwas leben muss, aber auch dann etwas mache, wenn es meinem Lebensziel entspricht.
  3. Hilfe
    Ich will helfen. Daher werde ich immer Mehrwerte liefern und damit direkt erstmal helfen.

Gerade der letzte Punkt ist etwas, das im Vergleich zu Vertriebsorganisationen so nicht gegeben ist. Ein Beispiel, was ich momentan mache und warum (abgesehen von „Geld verdienen“):

Beispiel Stellenbeschreibungen

„Stellenausschreibungen sind der Spiegel der Unternehmenskultur nach außen!“

Stefan Wickenhäuser

Ich schaue mir schon seit vielen Jahren von Unternehmen die offenen Stellen an. Welche gibt es, wie wird ausgeschrieben, seit wann wird gesucht, warum wird gesucht und wie sieht der gesamte Bereich aus? Es handelt sich nämlich bei Stellenausschreibungen um den Spiegel der Unternehmenskultur nach außen.

Dabei fällt mir immer wieder auf, dass dieser Spiegel entweder nicht der realen und gelebten Kultur entspricht (bspw. wenn von einer „jungen, dynamischen und offenen Kultur“ gesprochen, gleichzeitig aber alles sehr konservativ und mit „Sie“ ausgeschrieben wird), oder hier definitiv Handlungsbedarf besteht (Arbeit an der Kultur um positive Auswirkungen auf bspw. Innovation oder Kunden zu haben – siehe Bild)

Auswirkungen von Stellenausschreibungen auf das Unternehmen

Also gebe ich hier aktiv Tipps, wie Unternehmen etwas verändern können (bspw. anstelle von maskulinen Stellenbezeichnungen wie „Manager“ kann man „Management“ verwenden; hier ist mehr nachzulesen). Ich will helfen, damit das Unternehmen, die bereits dort arbeitenden und neue Menschen ein tolles Miteinander haben und entsprechend gerne ihrer jeweiligen Arbeit nachgehen. Der positive Nebeneffekt für Unternehmen ist Wachstum in den anderen Bereichen wie Kunden und Innovation. Prinzipiell ein Gewinn.

Kritik

Ich habe vergangene Woche Kritik à la „jetzt muss ich für Werbung schon so viel lesen“ erhalten. Das ist für mich schon mal ok, denn ich habe eine Antwort erhalten (eine Seltenheit!). Wir haben uns ausgetauscht (leider nicht über die Kultur, sondern die Art und Weise des Vertriebs) und haben nicht zusammen gefunden. Für mich war dieser Austausch mal wieder sehr lehrreich: mir wurde bewusst, dass ich für mich Vertrieb mache. Ich habe ein Lebensziel und will Menschen helfen. Dabei will und muss ich natürlich auch mal Geld verdienen. Aber da die Hilfe an erster Stelle steht und meiner Lebensvision mich ein Stück näher bringt (die Welt zu einem besseren Ort machen), habe ich erst wieder durch diesen Austausch gemerkt, dass andere Vertriebsorganisationen anders agieren (müssen). Da steht der Verkauf und Vertrieb an erster Stelle.

Natürlich eine Pauschalisierung von mir. Prinzipiell auch unter dem Aspekt der Hilfe, um etwas anders oder besser zu machen. Aber es dreht sich direkt um den Einstieg in einen Vertriebsprozess.

In meinem Beispiel entscheiden wir irgendwann gemeinsam (Kunden und ich), ob wir zusammen arbeiten wollen oder nicht. Der Vertriebsprozess steht aber nicht an erster Stelle. Genau genommen gibt es gar keinen. Und das, obwohl ich aus dem CRM-Bereich komme. Oder vielleicht gerade deswegen.

Fazit

Über jede Anfrage, die nun aufgrund dieses Beitrags kommt: Danke! Aber Spaß beiseite. Ich will hier ein wenig mehr sensibilisieren. Wenn solche „Werbungen“ mit Inhalten und Mühe euer Postfach erreichen, dann nehmt dies wohlwollend zur Kenntnis. Ihr müsst nicht gleich etwas kaufen. Ihr müsst auch nichts umsetzen oder aktiv werden. Aber ihr solltet euch einmal kurz mit der Person und den Inhalten auseinander setzen. Vertrieb macht jeder (ja, jeder Mensch!). Und manchmal muss damit auch Geld verdient werden. Schert also nicht alles über einen Kamm und pauschalisiert nicht. Sondern setzt euch damit auseinander und sei es nur eine Antwort mit „Nein, Danke“. Denn das ist ein wertschätzender Umgang miteinander.

1 Kommentar zu “Ich bin Vertrieb

  1. Pingback: Stellengesuche – Spiegel der Unternehmenskultur – Veraenderung Starten

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